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| von Kai Raven Version 1.2 |
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Links führen auf eine Seite mit Darstellungen von PGP Public Keys, mit ihnen signierten E-mails und kleinen Screenshots aus dem PGP 5.0 Programm | |
Ich habe vor zwei Jahren damit angefangen, mich mit PGP zu beschäftigen, da ich PGP als eines der wichtigsten Werkzeuge zur Kommunikation über das Internet ansehe.
Es garantiert mir und allen anderen Netizens, unter dem Aspekt des Datenschutzes und der Freiheit des Internets, sichere und freie Kommunikation mit anderen Menschen, die vielleicht stärker ist als die herkömmliche Verständigung über Telefon oder Brief.
Damals habe ich mich durch das PGP-Handbuch der FoebuD gewühlt, der ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen möchte, neben den Schreibern in den PGP Newsgroups, die mir bei mancher Nachfrage halfen.
Ebenso mein Dank an Alexander Svensson, Johannes Posel, Michael Uplawski, Heiko Friedrich, Lutz Donnerhacke und Stefan Kelm für erhaltene Tips.
Es gab noch kein PGP 5.0, sondern das DOS-Programm PGP 2.6.X und in der ersten Zeit habe ich mit Hilfe des Handbuches die Möglichkeiten von PGP per Kommandoprompt erkundet.
Danach setzte ich auch PGP-Shells ein, die die Kommandos in Buttons versteckten.
Jetzt gibt es PGP 5.0 und ich denke, die Mehrheit der PGP-Benutzer wird langfristig PGP 5.0 einsetzen.
Viele neue PGP-User werden die Kommandozeile nicht mehr kennenlernen und damit auch nicht die Möglichkeit, PGP "from the roots" zu entdecken.
Trotzdem würde ich jedem Anfänger raten, auch mit PGP 2.6.X zu arbeiten.
Um die Hilfe, die ich erhalten habe, weiterzugeben und zum erfolgreichen Arbeiten mit PGP 5.0 beizutragen, habe ich diese Anleitung geschrieben.
So, daß war's von mir und jetzt viel Spaß mit der Anleitung und mit PGP !
| File | Text- oder Binärdatei |
| Public Key | öffentlicher Schlüssel mit dem ein file verschlüsselt wird. Enthalten in der Datei »pubring.pkr« |
| Secret Key | privater Schlüssel. Enthalten in der Datei »secring.skr« |
| Pubring | Public Ring/Public Key Ring. Öffentlicher Schlüsselbund, die Datei »pubring.pkr« |
| Secring | Secret Ring/Secret Key Ring. Privater (geheimer) Schlüsselbund, die Datei »secring.skr« |
| Passphrase | Password Phrase. Ein langes Passwort, auch »Mantra« genannt |
| Key-ID | Schlüsselnummer. Eine Ziffer mit der Syntax "0xXXXXXXXX", die es für jeden Key nur einmal gibt (ähnlich den Nummern, die man auf normalen Sicherheitsschlüsseln findet) |
| User-ID | Besitzerkennung. Der Name (+ der E-mailadresse) des Schlüsselbesitzers |
| Fingerprint | "Fingerabdruck" eines Keys. Eine Zahlenreihe, die bei der Schlüsselerzeugung als MD5 Prüfsumme der Schlüsselbits erstellt wird |
| Posting | Nachricht in eine Newsgroup des Usenets |
| Nachricht an eine Person oder Mailingliste | |
| Export | ein Public Key wird aus dem Pubring herauskopiert und als Datei abgelegt |
| Import | ein Public Key, der als Datei oder Bestandteil einer E-mail vorliegt, wird in den Pubring hineinkopiert |
| Validity | Gültigkeit, Authentizität eines Public Keys. Bezeichnet den Grad, inwieweit der Public Key wirklich dem User zuzuordnen ist |
| Trust | Vertrauensparameter. Vertrauen, daß man einem User zubilligt und damit auch das Vertrauen in einen Key, der von diesem User signiert wurde |
| Revocation | Rückzugsurkunde. Ein Public Key, der mit dem Merkmal "ungültig/zurückgezogen" veröffentlicht wird |
| E-mail Signatur | ein vierzeiliger Textblock am Ende einer E-mail, die zur Information persönliche Angaben des Autoren enthält |
| PGP Signatur | auch "Digitale Signatur". Ein PGP Block am Ende einer E-mail, der die Textprüfsumme des Textes darstellt (ähnlich der CRC-Prüfsumme bei ZIP Archiven) und die Überprüfung der Authentizität eines Textes ermöglicht |
| 1xMKrT | 1 x Mausklick mit rechter Maustaste |
| 1xMKlT | 1 x Mausklick mit linker Maustaste |
Überblick oder "Was ist PGP ?"Diese Anleitung geht vom Einsatz der Trialversion aus. PGP 5.0 als grafisches Benutzerprogramm ist die
neueste PGP-Entwicklung von Philip
R. Zimmermann. PGP steht für "Pretty Good Privacy" und ist ein Programm, mit dem man sowohl einzelne Dateien als auch E-mail Texte verschlüsseln oder/und signieren (unterschreiben) kann. Dazu bedient sich PGP des asymetrischen
Verschlüsselungsverfahrens und der Idee des "Web of
Trust". Asymetrisches SchlüsselverfahrenBei PGP 5.0 wird, wie schon zuvor mit der Version
2.6.3 ia oder 2.6.3 in, das asymetrische
Schlüsselverfahren eingesetzt. Secret Key ("privater Schlüssel") der Aufbewahrungsort für den eigenen (wenn man nur
einen PGP-Key benutzt) oder die eigenen (wenn man mehrere
PGP-Keys verwendet) privaten Schlüssel ist der private
Schlüsselbund (die Datei "secring.skr") Public Key ("öffentlichen Schlüssel") der Aufbewahrungsort für alle öffentlichen
Schlüssel, also auch dem eigenen Public Key ist der
öffentliche Schlüsselbund (die Datei
"pubring.pkr") Dabei kann man aus dem Public Key nicht den Secret Key
berechnen und ohne den Secret Key zu kennen, kann man
keine Nachricht entschlüsseln, die mit dem
dazugehörigen Public Key verschlüsselt wurde. Daraus folgt, daß man den Public Key ohne Bedenken weitergeben kann, den Secret Key niemals ! Mehr noch: Zu beachten ist auch, daß sich das Dateiformat des
Pub- und Secrings von PGP 5.0 von dem Dateiformat von PGP
2.6.3 unterscheidet. Kompatibilitätsvergleich zwischen PGP 5.0 und PGP 2.6.3Von PGP 2.6.3 zu PGP 5.0
Von PGP 5.0 zu PGP 2.6.3
Beispiele
Nachteile und Sicherheitsrisiken von PGP 5.0 gegenüber PGP 2.6.3Ein gravierender Nachteil von PGP 5.0 ist der Wegfall einiger Funktionen, die mit PGP 2.6.3 noch möglich sind und waren:
Wer lieber mit PGP 2.6.3 arbeiten und dessen Features nutzen möchte, aber den gleichen Komfort und Funktionalität von PGP 5.0 benötigt, dem sei das Sharewareprogramm PGPClick von Robert E. Wilson (das für Star Trek Trading Cards oder 5 $ registriert werden kann) empfohlen. GAK, CMR und PGP 5.5 In PGP 5.0 ist folgender Code, allerdings in deaktivierter Form, in pgp.c, Zeilen 518-537, enthalten:
/*
* This is our version of "Commercial Key Escrow".
*
* A company can set the CompanyKey in the site-wide
* configuration file and it will be added to the
* recipient list for all encrypted messages. Then
* again, the user can override the setting in their
* own pgp.cfg or on the command line.
*/
companyKey = pgpenvGetString (env, PGPENV_COMPANYKEY,
NULL, NULL);
if (companyKey && *companyKey) {
/* Add the company key to the recipient list */
e = ringSetFilterSpec (ui_arg->arg.ringset,
ringset,
companyKey,
PGP_PKUSE_ENCRYPT);
if (e <= 0) exitUsage(e); }
In der neuen kommerziellen Version PGP 5.5 stellt der Code eine aktivierte Funktion dar. Bestandteile: Wenn die Firma beabsichtigt, ständig den potentiellen
Zugriff auf alle verschlüsselten Nachrichten Ihrer
Mitarbeiter zu haben, wird die CMR ("Corporate
Message Recovery") - Funktion von Seiten der
Firmenleitung aktiviert und der Mitarbeiter bei Anwendung
darüber informiert. Die gefährlichen Möglichkeiten Der Begriff "Privacy" ist auf eine Firma,
die PGP 5.5 einsetzt, nicht anwendbar. Die Firma PGP.INC hat Firmen, Ministerien, staatlichen Behörden und Diensten mit ihrem neuen Produkt PGP 5.5 die technischen Möglichkeiten aufgezeigt und technischen Mittel in die Hand gelegt, um eine effektive und umfassende Überwachung des E-mailverkehrs innerhalb eines begrenzten Raumes wie auch auf nationaler Ebene Wirklichkeit werden zu lassen.
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Installation oder "Ich habe das Programmpaket, was nun ?"Bezugsquellen
PGP 5.0 VersionenDie amerikanische Version PGP 5.0 liegt als sich selbextrahierendes und -installierendes ZIP Archiv in folgenden Versionen vor:
PGP 2.6.3 xy Versionen
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| Installation Klicke 2x mit der
Maus auf die Archivdatei im Explorer, danach startet
automatisch die Installation von PGP 5.0. legt PGP als Trayicon in der unteren rechten Ecke der
Startleiste ab. Über PGPkeys öffnet sich ein Fenster, das den gesamten Inhalt des Pubrings anzeigt und in dem Du alle Kommandos zur Schlüsselverwaltung ausführen kannst, d.h. sie greifen auf Deinen Public Key Ring und Secret Key Ring zu: hier werden Keys erzeugt, exportiert, signiert, ausgeschaltet, versendet und geholt. Im Explorerkontextmenü zu einer Datei (Aufruf über
Markieren der Datei und 1xMKrT) findet sich der Eintrag
"PGP", über den man direkt PGP-Operationen
durchführen kann. Möglichkeiten »Dateiname.asc« - eine Datei entschlüsseln und/oder Signatur überprüfen ("Decrypt/Verify") »Dateiname.xyz« - die Datei verschlüsseln ("Encrypt"), signieren ("Sign") oder beides zusammen ("Encrypt and Sign") »Pubring.pkr/Secring.skr« - dem Keyring einen Key
hinzufügen ("Add Key") |
PGP einrichten oder "Was und wie kann ich alles bei PGP einstellen ?"Nach der Installation von PGP folgen nun die ersten Einstellungen OptionenAufruf über 1xMK auf das PGPtrayicon, Menüpunkt "PGP Preferences" Always encrypt to default Key bei 2.6.3 ia hieß das "Encrypt to self",
was bedeutet, daß eine Datei, Text o.a. nicht nur mit
dem Public Key des Empfängers, sondern zusätzlich noch
mit dem eigenen Public Key verschlüsselt wird. Beipiel
Anmerkung Cache...passphrase for...seconds Show recipients when encrypting to marginally
valid Keys Faster Key generation KEY FILESIn diesem Menü werden die Pfade zum Pubring und Secring angegeben Möglichkeiten a) Beide liegen im PGP-Verzeichnis auf der Festplatte b) Beide liegen auf einem Wechselmedium (z. B.
Diskette) c) Pubring auf Festplatte, Secring auf Wechselmedium Neben Optionen für alle E-mail Programme stehen hier
Optionen die nur E-mail Programme betreffen, für die ein
PGP 5.0 Plug-In existiert, wie Qualcomm's EUDORA,
Microsoft's OUTLOOK und EXCHANGE, Macintosh's CLARIS. Use PGP/MIME when sending email Betrifft E-mail Programme, für die ein PGP 5.0
Plug-In existiert und die die MIME Implementation von PGP
unterstützen. Word wrap clear-signed messages at column... Damit wird eingestellt, ab welcher Breite der
Zeilenumbruch der PGP Signatur bei E-mails erfolgen soll,
die unverschlüsselt versendet, aber mit einer
PGP-Signatur versehen werden. Encrypt new mesages by default alle E-mails werden immer an den Empfänger verschlüsselt, so lange ein Public Key des Empfängers vorhanden ist. Sign new messages by default alle Postings und E-mails werden immer signiert. KEYSERVERHier wird der Key Sever und seine Portnummer
eingetragen, der standardmäßig benutzen wird, um Da sich das Format der PGP 5.0 Keys von dem der PGP 2.6.X Versionen unterscheiden, muß man verschiedene Keyserver benutzen: Es gibt PGP 5.0 kompatible Keyserver, die über das WWW benutzt werden und alle am Port 11371 "lauschen": wwwKeys.pgp.net wwwKeys.de.pgp.net wwwKeys.eu.pgp.net wwwKeys.nl.pgp.net wwwKeys.us.pgp.net Daneben kann gibt es auch Keyserver wie z. B.
pgp-Public-Keys@informatik.uni-hamburg.de, die per E-mail
bedient werden. Automatically retrieve unknown Keys Wird ein Public Key angefordert, der von einer Person
signiert ist, die PGP unbekannt ist, wird auch
automatisch deren Public Key mitversendet. |
Schlüssel oder "Wie komme ich an meinen Secret und Public Key ?"Weiter oben wurde ja bereits erlätert, was es mit
"Secret" und "Public" Key auf sich
hat. MD5/IDEA/RSA - Keys Die Bezeichnung des Algorithmus "RSA" setzt
sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen seiner Erfinder
Rivest, Shamir und Adleman zusammen.
SH1/DSS/Diffie-Hellmann - Keys Auch hier wurden die Namen der Erfinder Diffie und
Hellmann zur Bezeichnung herangezogen.
Bemerkung: Nun gut, wer sich mehr für die mathematischen Prozeduren und genauen Verschlüsselungsabläufe interessiert sei auf andere Quellen verwiesen. Was so alles zu einem Key gehört erfährt man, wenn PGPkeys geöffnet wird (mindestens die Keys von Philip Zimmermann, dem Entwickler von PGP müssten vorhanden sein) Als erstes sieht man ein Fenster mit blauen und gelben
Schlüsselabbildungen.
Wenn wir jetzt den Menüpunkt "Keys" anwählen und dann "Keys Properties", erscheint ein neues Fenster, in dem die Eigenschaften des Keys aufgeführt sind:
Eine genauere Erklärung dieser einzelnen Punkte
würde an dieser Stelle zu weit führen und
unverständlich sein. Schlüsselerzeugung
Versendung einer RevocationRSA-Key DSS/DH-Key Eine andere Möglichkeit: Vorschlag |
Verschlüsselung oder "Wie erstelle und versende ich eine verschlüsselte E-mail ?"Verschlüsselt wird immer mit dem Public Key des EMPFÄNGERS, den der Empfänger zum Beispiel per E-mail zugesendet hat und der sich nach dem Import mittels PGPkeys jetzt im eigenen Pubring befindet. Verschlüsselung via Clipboardan Person A, der im E-mailprogramm erstellt wurde
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Signierung oder "Wie setzte ich eine digitale Unterschrift unter meinen Text ?"Die digitale Signatur, die mit
PGP erzeugt werden kann, dient dazu, bei einem Text
auszuweisen, daß man wirklich der Verfasser ist. Signierung via Clipboard
Hinweis zur Umlautcodierung Es ist wichtig, daß die verfasste und signierte
E-Mail vor oder bei der Versendung nicht mehr verändert
wird.
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Schlüsselverbreitung, oder "Wie gelangen die Leute an meinen Public Key ?"
Der Public Key kann und sollte
veröffentlicht werden, damit jeder, der mit dem
Keybesitzer eine verschlüsselte Kommunikation pflegen
möchte, sich dessen Public Key besorgen kann. Keyserverauf den Keyservern liegen alle öffentlichen
Schlüssel aller PGP-User weltweit, die ihren Public Key
an diese Keyserver gesendet haben. RSA-Keys Sende eine E-mail an einen PGP Keyserver, z. B. pgp-public-keys@informatik.uni.hamburg.de
mit dem Subject: ADD DSS/DH-Keys Suche einen der PGP 5.0 kompatiblen WWW-Keyserver auf, wähle die Seite aus, wo Keys an den Server versendet werden können, und füge in das Formularfenster die Datei "MeinDSS/DH.asc" ein. Eine andere Möglichkeit: direkte Eingabe in ein WWW-KeyserverinterfaceHomepageDer exportierte Public Key liegt als
"MeinRSA(DSS/DH)PublicKey.asc" im
Homepageverzeichnis. NewsgroupDer exportierte Public Key ("Dateiname.asc")
kann in ein Posting gesetzt und in die newsgroup
"z-netz.alt.pgp.schluessel" gesendet werden. E-mail SignaturIn der Signatur, die man in Postings oder E-mails verwendet kann ein Hinweis auf die Existenz des Public Keys eingefügt werden. Hinweis Beispiele
Anmerkung |
Schlüsselanforderung oder "Wie gelange ich an die Public Keys anderer Personen ?In dem vorherigen Kapitel wurden ja schon alle Quellen
genannt, über die ebenso die Public Keys anderer
Personen zu beziehen sind. Als Voraussetzung zum Einholen eines Keys muß
mindestens einer der unten aufgeführten Bestandteile des
Keys bekannt sein, der benötigt wird: Anforderung eines RSA-Public Keysper E-mail Zu einem Keyserver (z. B. pgp-public-keys@informatik.uni-hamburg.de) kann eine E-mail mit den folgenden Subjects gesendet werden, um einen Key anzufordern, ohne noch etwas zusätlich in den Body zu schreiben: GET (User-ID) oder (E-mail Adresse) oder (Key-ID mit Syntax "OxXXXXXXXX"), wenn die genauen Daten vorliegen oder MGET (einem Bestandteil von User-ID/E-mail Adresse), wenn nur ungefähre Angaben bekannt sind über ein WWW-Interface Wenn zum Beispiel der WWW-Keyserver der Universität Paderborn angewählt wird, kann über ein bequemes WWW-Interface nach Public Keys gesucht und die gefundenen Keys angezeigt werden lassen ("Extract A Key"). Über das gleiche Interface können auch Keys an den Keyserver versenden werden ("Submit A Key"). Formulareingabefelder zur Eingabe eines Suchstrings und Optionen zur Ausführlichkeit der Anzeige stehen dort bereit. Anforderung eines DSS/DH-KeysAus PGPkeys heraus
Danach nimmt PGP zu dem Keyserver, der in den Optionen eingetragen ist, Verbindung auf und ladet den Key herunter, nachdem man die Nachfrage seitens PGP, ob man den Key hinzufügen mit Ja bestätigt hat. Über die PGP 5.0 WWW-Keyserver Die PGP 5.0 WWW-Interfaces bedient man genauso wie die
WWW-Interfaces der RSA-Keyserver. direkte Eingabe in ein WWW-KeyserverinterfaceKeyimport in den PubringMöglichkeiten a) wenn ein Public Key über das Keyservermenü von PGP 5.0 angefordert wurde, wird er von PGP selbst in den Pubring aufgenommen. b) bei Zusendung per E-mail durch den Besitzer oder
durch einen Keyserver kann der Body des Textes, der den
Key enthält, kopiert werden, anschließend klickt man
auf PGPtray und wählt die Option "Add Key from
Clipboard". Wird der Key als Fileattachement mitgeschickt, liegt
er als Datei "PublicKey.asc" in einem
Verzeichnis. |
Weitere PGP Funktionen oder "Was gibt es sonst noch ?"Das "An- und Abschalten" (Disable/Enable) eines KeysMit PGP können einzelne Public Keys an- und
abgeschaltet werden, wenn man nicht ständig alle
fünfzig Public Keys benötigt, die sich im Pubring
befinden. Dazu wird der betreffende Key im PGPkeys-Window
markiert und dann über den Menüpunkt "Keys -
Disable" oder durch Wahl des gleichen Menüpunktes
im Kontextmenüs (Aufruf durch 1xMKrT) abgeschaltet. Der "Default"-KeyVerwendest Du mehrere Public Keys oder einen RSA- und
einen DSS/DH-Public Key kannst Du einen Key zu Deinem
Standardschlüssel erklären. Man setzt einen Public Key als Standard, indem der ausgewählte Key markiert und dann über das "Keys"-Menü oder das Kontextmenü der Eintrag "Set As Default" angeklickt wird. Abgetrennte SignaturenNormalerweise setzt man eine PGP Signatur unter einen
E-Mailtext. Vorgehensweise
Der Empfänger kann jetzt anhand der Signaturdatei überprüfen, ob die Originaldatei unverfälscht und unverändert zu ihm gelangt ist und wer der Absender der Datei ist. Vorgehensweise
PGP blendet jetzt eine Informationsmeldung ein, die
abhängig davon ist, "Good signature from (User-ID E-mailadresse). Signature made on (Tag und Datum der Signaturerstellung)" oder "Bad signature from (User-ID E-mailadresse). Signature made on (Tag und Datum der Signaturerstellung)" Die Änderung der PassphraseDer Wert und die Bedeutung der Passphrase sollte an
dieser Stelle bekannt sein. Vorgehensweise
Die Änderung der User-IDs des Public KeysAuch mit PGP 5.0 ist möglich, die User-ID, also
"Name <E-mailadresse>", eines Keys zu
ändern. A. Hinzufügen einer User-IDVorgehensweise
B. Löschen einer User-IDVorgehensweise
C. Änderung der eigenen ersten User-IDVorgehensweise
Anmerkung Erschien im PGPkeys Fenster zuerst »test <test@test>« als primäre User-ID und lautete die neue User-ID »test2 »test2@test2.de>«, erscheint nach dem Vorgang die neue User-ID als die primäre User-ID, die ursprüngliche User-ID wird darunter angefügt, wie alle weiteren User-IDs und die ursprünglichen Signaturen der nachfolgenden User-IDs (die auf test <test@test> lauteten) werden alle durch die Signatur der neuen User-ID ersetzt, d. h. alle nachfolgenden User-IDs sind mit test2 <test2@test2.de> signiert.
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Web of Trust oder "Wie funktioniert das Netz des Vetrauens ?"Wenn jemand Public Keys dazu benutzen will, um verschlüsselte Kommunikation zu betreiben, muß er zwei Dinge voraussetzen können: 1. die Public Keys seiner
Kommunikationspartner sind echt. Deshalb fängt das Web of Trust schon bei der Schlüsselerzeugung an. FälschungBei der Keyerzeugung wird der eigene Public Key mit
dem eigenen Secret Key signiert. Fälschungswege A. Da die Keyserver nur einmal einen Key mit einer
spezifischen Key-ID speichern können, kann der Fälscher
versuchen, den Key vor dem ursprünglichen Key des
Erstellers auf dem Keyserver abzulegen, so daß der
Ersteller nicht mehr in der Lage ist den ursprünglichen,
erzeugten Key zu hinterlegen. B. Aus der Sicht des Fälschers hofft dieser, daß
Personen annehmen werden, dieser Key gehoere dem
originalen User und diesen Key benutzen um E-mails an den
eigentlichen Empfänger verschlüsseln. Weitere Informationen, welche Gefahren durch Fälschungsmöglichkeiten entstehen können, finden sich in der: Was deutlich wird, ist, daß man nur dann ziemlich sicher von der Echtheit eines Keys ausgehen kann, wenn die Kombination aus Keylänge, die ID's, die Fingerprints und die Signatur stimmt und diese Kombination persönlich beim Keybesitzer überprüft wurde. Somit kann zwar nicht ausgeschlossen werden, daß jemand einen Public Key fälscht, aber, daß er dies unentdeckt tun kann. ValidityDie Echtheit ("Validity")eines Public Keys
wird durch die Signatur anderer User (das
"Schlüsselzertifikat") "bezeugt". TrustNeben der "Validity" hat PGP 5.0 auch eine
weitere interne "Trust"-Skala zu bieten, die
sich auf unsere Einschätzung des Keybesitzers bezieht.
Der "Trust" oder "Vertrauensgrad"
gibt in drei Stufen von "untrusted-nicht
vertrauenswürdig" über "marginal-begrenzt
vertaruenswürdig" bis zu "complete-voll
vertrauenswürdig" an, inwieweit das Vertrauen in
das verantwortliche Handeln und die Fähigkeit eines
Keybesitzer vorhanden ist, selbst wiederum für die
"Validity" eines anderen Public Keys zeugen zu
können. Zertifizierungsstellen ("Certification Authorities")Einen weiteren, neuen Ansatz stellen die sogenannten
Zertifizierungsstellen ("Certification
Authorities"/CA) und Trustcenter dar, also
anerkannte Institutionen, Organisationen, Firmen oder
Vereine, die den Public Key nach bestimmten Prüf- und
Kontrollverfahren mit ihrer eigenen Signatur versehen. Auch der Staat denkt an die Einrichtung dieser
Zertifizierungsstellen (in eigener Regie und durch
Lizenzvergabe), allerdings ist diese Idee oft mit der
Hinterlegung eines "Generalschlüssels" (im
Falle von PGP könnte man auch sagen: Hinterlegung von
Secret Key und Passphrase) verbunden, mit dessen Hilfe
staatliche Organe, wie die Geheimdienste, nach einem
juristischen Genehmigungsverfahren verschlüsselte
Dateien oder E-mails bei Verdacht wieder entschlüsseln
können. Beispiele für CA's
Weitere Informationen zur PGP-Zertifizierung und
Kurzinfos zu den angegebenen CA's finden sich über Daneben muß für die
Sicherheit des Public Keys, Secret Keys und der
Passphrase gesorgt werden. Es ist auch sinnvoll, sofort nach der Erstellung von
Public und Secret Key, die Schlüsselrückzugsurkunde
("Key Revocation") für den Public Key zu
erzeugen und gesichert abzulegen. Das hat den Vorteil,
daß sofort die Key Revocation an einen Keyserver
gesendet und die Kommunikationspartner informiert werden
können, wenn Secret Key und/oder die Passphrase in die
Hände anderer gelangt ist (was immer geschehen muß,
wenn dieser Fall eintreten sollte). |
Schlüsselzertifikate oder "Wie signiere ich die Public Keys anderer Personen ?"Voraussetzung für das Signieren anderer Public Keys ist das Lesen des Kapitels "Web of Trust". Vorgehensweise
Hinweis Es ist mit PGP 5.0 möglich, einen RSA Public Key mit einer DSS Signatur zu versehen. Aus Gründen der Kompatibilität sollte man aber einen RSA Public Key auch mit einem RSA Key signieren.
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Nach Erscheinen der internationalen Version für Windows 95 wird diese Anleitung komplett auf PGP 5.0i umgestellt
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